[Vorschau #13] mit Jonas Winner – Die Party, D.B. John – Stern des Nordens, Jo Nesbø – Macbeth, Charlotte Link – Die Suche, Hjorth & Rosenfeldt – Die Opfer, die man bringt, Ian Hamilton – Der schottische Bankier von Surabaya

Der Bücherstapel steht hier und wartet darauf, abgearbeitet zu werden. Folgende Bücher werden in den nächsten Wochen in Form einer Rezension auf dem Krimisofa veröffentlicht. Die Klappentexte habe ich schamlos von den Seiten der Verlagsgruppen Random House & Rowohlt, ;geklaut ).
Die Reihenfolge ist nicht endgültig, aber in der Regel wie hier dargestellt.. Die Rezensionstermine sind nur voraussichtlich – Änderungen vorbehalten.  Weiterlesen

[Abbruch] Jo Nesbø: Macbeth – Blut wird mit Blut bezahlt

Jo Nesbø hat ein ambitioniertes Experiment gewagt. Er hat William Shakespeares „Macbeth“ aus dem Jahr 1606 in die Gegenwart gehievt und aus einem Drama einen Krimi gemacht. Die Geschichte ist – im Wesentlichen – dieSelbe und die Charaktere ebenso. Aus den drei Hexen, die Macbeth prophezeien, dass er König wird, werden drei Schwestern, die Macbeth prophezeien, dass er Chief Commissioner der Stadt wird. Aber geht das so einfach? Kann man einen Klassiker einfach so umschreiben und in der Neuzeit spielen lassen? Meine Antwort lautet: Nein.  Weiterlesen

[Rezension] D.B. John: Stern des Nordens

Sie vermisst ihre Zwillingsschwester und weiß, dass sie am Leben ist; auch wenn alle anderen das Gegenteil behaupten.
Jenna Williams unterrichtet an der Uni in Washington und zählt zu den klügsten Köpfen im US-Bundesstaat Virginia. Das schindet Eindruck beim CIA, denn dieses will sie von der Uni abwerben. Zuerst will Jenna nicht, doch dann entscheidet sie sich doch dafür, die zehnmonatige Ausbildung auf der „Farm“ zu absolvieren. Vor allem, weil sie darauf hofft, so ihre Schwester Soo-min zu finden, die vor zwölf Jahren gemeinsam mit ihrem Freund ertrunken sein soll.
Oberstleutnant Cho Sang-ho ist Beamter in Nordkorea – er gehört, wie sein Bruder, zur Elite des isolierten Landes, in dem sich alles um den Führer, den General, den Leitstern des einundzwanzigsten Jahrhundert, Kim Jong-il, dreht. Doch Cho hat Angst, denn seine Vorfahren könnten dem Führer schlecht gesinnt gewesen sein – und wenn er das herausfindet, wären die Karrieren von ihm und seinem Bruder schlagartig beendet … Weiterlesen

[Rezension] Jonas Winner: Die Party – Wer Glück hat, stirbt als Erster

Zehn Leute. Eine Party. Brandon lädt in seinem riesigen Anwesen zu einer Halloween-Party – wie damals, vor dreißig Jahren, als sich Brandons Clique zum letzten Mal gesehen haben. Also kommen sie alle verkleidet – Clown, Zombie, Fliege –, um alte Zeiten wiederaufleben zu lassen. Nur dass es nicht dazu kommt, dass sie gemeinsam Spaß haben, denn der Gastgeber begrüßt die Partygäste direkt mit einem – seinem – Suizid und hat sein Haus zum Abschied in eine Horrorfalle verwandelt – Entkommen ausgeschlossen, Hilfe rufen unmöglich. Und so beginnt das Sterben, bis einer übrig bleibt. Demjenigen hat Brandon post mortem freies Geleit zugesichert. Und so beginnt der Todes- oder viel mehr Überlebenskampf. Bis die Überlebenswilligen etwas schier unglaubliches entdecken – sie alle verbindet eine unfassbare Geschichte… Weiterlesen

[Rezension] JP Delaney: Believe Me – SPIEL DEIN SPIEL. ICH SPIEL ES BESSER.

Claire ist 25 und kommt aus Großbritannien, lebt aber in New York. Da sie keine Greencard hat, darf sie auch nicht arbeiten – eigentlich. Doch über eine Anwaltskanzlei hat sie doch Arbeit gefunden. Und so spricht sie in Bars Männer an und gibt sich als Prostituierte aus, um sie zu verführen und sie des Ehebruchs zu bezichtigen. Das kommt ihr zupass, denn Claire wollte schon immer Schauspielerin werden. Als Beweis nimmt sie alles mit einer Kamera auf, die sich in ihrer Handtasche befindet – nur nicht den sexuellen Akt, denn der findet gar nicht statt. Nun soll sie Patrick Fogler um den Finger wickeln, scheitert aber daran – in der selben Nacht wird seine Frau tot aufgefunden und Patrick ist der Hauptverdächtige. Allerdings hat die Polizei nichts gegen ihn in der Hand, weshalb sie eine Operation startet – in der Claire die Rolle ihres Lebens bekommt… Weiterlesen

[Q&A] Interview mit Rhena Weiss

Sie heißt Berta Berger, oder Valentina Berger, oder Tamina Berger, oder Rhena Weiss. Sie schreibt Kinderbücher, Jugendliteratur, Krimis oder Thriller. Im „wahren“ Leben ist sie Sozialpädagogin in einer WG. Die Fragen, die ich Rhena, oder Berta, oder Valentina per Facebook geschickt habe, hat sie innerhalb eines Tages beantwortet, was ein Geschwindigkeitsrekord ist. Sie hat Fragen über sich, ihre Bücher und die Themen darin beantwortet – viel Spaß mit der Lektüre…  Weiterlesen

[Rezension] Rhena Weiss: Der Kreis des Bösen (Michaela Baltzer – Band III)

Michaela Baltzer freut sich, endlich mal einen einfachen Fall zu übernehmen, denn ein Prostituiertenmord klingt wesentlich einfacher als der Gottesurteil-Fall, in dem eine wildgewordene Frau wahllos Männer tötet. Als ein zweiter und dritter Toter gefunden wird, kommt Baltzer aus den Gleichgewicht – die Fälle gehören nämlich alle zusammen. Dass Doris, die im Pflegeurlaub ist, durch einen blutigen Anfänger ersetzt wird und Valerie von ihr ausgezogen ist, macht die Sache nicht unbedingt besser. Also wieder ein Serienmörder, na gut. Aber lange tritt sie mit ihrem Team auf der Stelle, die Opfer wurden offensichtlich willkürlich ausgewählt und der hausinterne Psychologe Bernd ist gerade auf Reha am anderen Ende Österreichs. Eine knifflige Situation, in der Baltzer irgendwann selber ins Visier des Täters gerät …  Weiterlesen

[Rezension] Daan & Thomas Heerma van Voss: Zeuge des Spiels

In New Orleans wird Mardi Gras gefeiert, jenes Fest, für das die Stadt bekannt ist. Danach wird gefastet – doch davor wird nochmal gesündigt. Und wie. Nathalie Underwood, Tochter erzkonservativer Eltern wird von einer Gestalt in Skelletkostüm bedrängt und schließlich erstochen – Hauptverdächtiger ist ihr Freund Alexander van Zandt, der für seine Eifersucht bekannt ist. Er landet in Untersuchungshaft.
Aron Mulder bekommt tausende Kilometer in den Niederlande von dem Mord mit und kommt bald auf den Trichter, dass der mutmaßliche Mörder sein Sohn ist, der sich vor fünf Jahren von ihm abgewandt hat und offensichtlich einen neuen Nachnamen angenommen hat. Da Aron in den Niederlanden ohnehin nichts mehr auf die Reihe bekommt, macht er sich auf in die USA – mit dem Vorsatz, seinen Sohn vor der Todesstrafe zu bewahren … Weiterlesen

[Q&A] Interview mit Andreas Eschbach

Andreas Eschbach ist einer der bedeutendsten Autoren Europas in seinem Genre – wenn man seine Bücher überhaupt in ein Genre zwängen kann. Denn seine Bücher sind bunt in dem Sinne, dass sie viele verschiedene Genres beinhalten; das beweist nicht zuletzt sein aktuelles Werk „NSA – Nationales Sicherheits-Amt„. Eschbach lebt normalerweise in der Bretagne, jetzt hat er sich für’s Krimisofa Zeit genommen, um ein paar Fragen über sich und sein aktuelles Buch zu beantworten…  Weiterlesen

[Rezension] Andreas Eschbach: NSA – Nationales Sicherheits-Amt

Helene ist Programmstrickerin im Dritten Reich. Sie sitzt ganzen Tag am Komputer und schreibt Programme. Das ist Frauenarbeit, würde ein Mann programmieren, würde er schief angeschaut werden. Helene lebt für die Arbeit im NSA, im Nationalen Sicherheits-Amt – die Politik der Nazis ist ihr dabei völlig egal.
Genau wie Eugen Lettke. Er arbeitet als Analyst, spioniert Leute aus. Das kann er, macht er es doch seit seiner Kindheit, in der er an einem Nachmittag beim Strip-Poker bloßgestellt wurde. Doch Wissen ist Macht, das hat er früh gelernt. Also spürt er jetzt jeden auf, der bei seiner Schmach dabei war und übt seine ganz persönliche Rache … Weiterlesen