[Vorschau #17] mit Susanne Kliem – Lügenmeer, Pascal Engman – Der Patriot, Kliesch/Fitzek – Auris, Phoebe Locke – Rachemädchen, Steen Langstrup – Die Insel, Alex Beer – Der dunkle Bote

Der Bücherstapel steht hier und wartet darauf, abgearbeitet zu werden. Folgende Bücher werden in den nächsten Wochen in Form einer Rezension auf dem Krimisofa veröffentlicht. Die Klappentexte habe ich schamlos von den Seiten der Verlagsgruppen Random House, Droemer Knaur und dem Verlag Tropen geklaut  😉
Die Reihenfolge ist nicht endgültig, aber in der Regel wie hier dargestellt.DiePreisekönnenabweichen. Weiterlesen

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[Rezension] Pascal Engman: Der Patriot

In Stockholm werden reihenweise Journalisten getötet. Gutmenschen seien sie, Ausländerfreunde oder ähnliches. Hannah Löwenström ist das erste von vielen Opfern, die noch folgen sollen. Drahtzieher der Morde ist Carl Cederhilm, der die Nase voll hat – nicht nur von den Politikern, die alle Türen und Tore für „Luxusflüchtlinge“ öffnet, sondern vor allem von den Journalisten, die das Sprachrohr für diese Politik seien. Also hat er einen Plan, der den Schweden ihr Land zurückgeben soll – und der ist radikal. Noch radikaler als die Journalistenmorde.
Einstweilen ist August in Chile, wo er seit zehn Jahren mit seiner Freundin Valeria lebt. Er ist eigentlich Schwede, doch er musste aus seinem Land fliehen und kann erst wieder in fünf Jahren zurück, weil erst dann die Tat, die er begangen hat, verjährt ist. Doch Valeria will jetzt nach Schweden. Unglückliche Umstände bringen August dann doch dazu, Chile schnellstmöglich zu verlassen. Doch was ihn in Schweden erwartet, damit hat er nicht gerechnet … Weiterlesen

[Rezension] Susanne Kliem: Lügenmeer

Magnus kommt nach fast zwanzig Jahren in seine alte Heimatstadt zurück. Er eröffnet eine Kanzlei und will ein Boot kaufen – jenes Boot, an dem er vor seinem Weggang mitgebaut hat. Dass er weggegangen ist, hatte einen triftigen Grund: Er wurde als Mörder tituliert, obwohl er vor Gericht freigesprochen wurde. Was war passiert? Milla, ein Mitglied der Clique, in der Magnus war, wurde vom Sprungturm des hiesigen Hallenbades gestoßen, und Magnus soll laut der Bevölkerung der Übeltäter gewesen sein. Die Gerüchteküche hat damals Mechthild Wagemann betrieben, eine einflussreiche Person in der Stadt – sie war maßgeblich an Magnus‘ Abgang verantwortlich. Nun will der Jurist sein Gesicht zurück und mit den Lügen aufräumen. Allerdings stößt er dabei auf massiven Widerstand… Weiterlesen

[Was. Wann. 5/19] Diese Bücher erscheinen im Mai

Bücher erscheinen immer, den Überblick zu bewahren ist nahezu unmöglich. Nicht so, wenn ihr beim Krimisofa vorbeischaut, denn ab diesem Jahr erscheint immer am Ersten des Monats ein – zumindest grober – Überblick über einige Neuerscheinungen im Krimi/Thriller/Horror-Segment. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber zumindest die Mainstream-Verlage sind halbwegs abgedeckt. Die Sofa-Hypeskala verdeutlicht, wie sehr ich persönlich mich auf einer Skala von 1-10 auf das Buch freue. Viel Spaß beim stöbern. Weiterlesen

[Rezension] Beate Maxian: Mord im Hotel Sacher (Sarah Pauli – Band IX)

Sarah Pauli, die Journalistin vom „Wiener Boten“, ist beim Frühlingsfest im Hotel Sacher, als sie ein streitendes Pärchen beobachtet. Kurz danach wird die Frau tot auf der Toilette gefunden. Sarah Pauli verfolgt die Sache journalistisch und geht der Geschichte der getöteten nach. Diese war Konditorin und in einer On/Off-Beziehung mit ihrem Chef Max Brücker – eben jenem Mann, mit dem sie sich stritt. War die Sache so einfach? Sarah recherchiert und recherchiert und landet irgendwann in der Welt der Blumen. Aber wie passt das alles zusammen? Sarah schmiedet eine Theorie, die selbst ihr Umfeld zurücklässt … Weiterlesen

[Rezension] Amy Gentry: Wie du mir

Dana Diaz ist Stand-up Comedian, die gerade eine Open-Mic-Tour absolviert. An einem Abend lernt sie Amanda kennen, die ihr sofort ihr Herz ausschüttet. Sie wurde von ihrem Ex-Freund schwer misshandelt und dann noch von ihrem ehemaligen Chef sexuell belästigt. Auch Dana hat solche Erfahrungen, breitet sie aber nicht vor Amanda aus. Die zwei gehen einen Auge-um-Auge-Pakt ein, jeder von den zweien muss den Typen, der der anderen Schaden zugefügt hat, diskreditieren – oder mehr. Irgendwann wird es Dana zu extrem und sie taucht unter, ignoriert Amandas Anrufe und Nachrichten. Doch das ist ein Fehler, denn damit begibt sie sich in akute Gefahr …


Einzelbewertung Gesamtbewertung
Plot: 3/5
Atmosphäre: 3/5
Charaktere: 3/5
Spannung: 3/5
Showdown: 4/5

Prolog: Ich hab mir immer vorgenommen, „Good as Gone“ von Amy Gentry zu lesen – dazu gekommen bin ich nie. Nun also der Nachfolger dessen, der gar nichts damit zu tun hat. Mir gefiel das Cover und der Klappentext, Grund genug, das Buch zu lesen. Vor allem das Setting hatte es mir angetan, das klang nicht nach 08/15, das klang nicht nach fünfzehnmal durchgekaut. Tatsächlich ist es dies auch nicht, und so etwas freut mich immer enorm.


 

mit etwas Geduld weiß „Wie du mir“ vortrefflich zu unterhalten.


Dana tingelt gerade durch die Clubs, um einen Open-Mic-Abend nach dem anderen zu absolvieren. Open-Mic, das bedeutet, jeder kann kommen und vor einem Publikum auftreten und sein Comedy-Programm testen. Danas Programm fängt bei ihrer Heimatstadt Amarrillo an und endet bei ihren Brüsten – Lacher bekommt sie an dem Abend kaum. Und dennoch zieht sie exakt die gleiche Nummer beim „Funniest Person in Austin“, der Contest, der bald ansteht, durch – muss sie auch, denn sie hat gerade eine Schreibblockade. Nach dem Open-Mic-Abend spricht sie Amanda an und schüttet Dana ihr Herz aus. Nicht ohne Grund, denn sie verfolgt einen Zweck – Rache. Rache an allen Männern, die ihr Schlechtes angetan haben – und davon gibt es bei Dana auch etliche. Also arrangieren sich die beiden und gehen auf Rachefeldzug.

Es sind einige Themen, die in „Wie du mir“ behandelt werden, man weiß nie so wirklich, was wichtig ist, zumal das Ganze auch ziemlich unaufgeregt in der ersten Person erzählt wird und das Erzähltempo nicht das schnellste ist – zumindest in der ersten Hälfte des Buches. Dana ist weder unsympathisch, aber auch nicht sonderlich sympathisch. Sie scheint eine sehr nachdenkliche, bisweilen auch melancholische Person zu sein. Sie denkt oft an Jason zurück, dem Menschen, mit dem sie zwar zusammen gelebt hat, aber nie zusammen war. Sie denkt an dessen Bruder, sie denkt an Neely, dem Typen aus der Comedyszene, sie denkt an Fash, an Kim und ihr kommen oft Pilotfilm-Plot-Ideen, vor allem, seit sie den einen Pitch vergeigt hat. Ihr seht, Amy Gentry hat einiges in das Buch gepackt.

Ist das gut oder schlecht? Das hab ich mich während des Lesens oft gefragt, denn eigentlich hab ich mich vor dem Lesen darauf eingestellt, dass der Fokus schon beim Rachefeldzug von Dana und Amanda liegt, das tut es aber nicht – bei Weitem nicht. Zumindest bis zur Hälfte. Ja, man muss sich auf einen langsamen, sehr langsamen Storyaufbau einstellen. Zuerst erleben wir, wie Dana versucht, sich in der androzentristischen Comedy-Szene zurechtzufinden, während Amanda ihr von der männerdominanten IT-Szene, in der sie als IT-Spezialistin gearbeitet hat, erzählt. „Wie du mir“ kann man bestimmt als feministischen Thriller bezeichnen – ein Feminismus der radikalsten Sorte. Eine Welt, in denen Männer ihre Macht schamlos ausnutzen. Ja, wir reden (auch) von Sex, und ich habe während des Lesens keine Sekunde daran gezweifelt, dass es solche Zustände tatsächlich gibt. Dazu muss man nur einmal kurz „Me too“ googeln. Vielleich war dieser Hashtag auch Stein des Anstoßes für die Idee dieses Buch.

In der zweiten Hälfte zieht das Tempo dann an, zeitweise mutiert „Wie du mir“ zu einem Pageturner. Ich habe „Good as gone“ zwar nicht gelesen, aber ich hab so das Gefühl, dass es dort ähnlich ist. Ich mag so etwas ja eigentlich gerne, wenn Bücher zwei Gesichter haben – meistens bin ich dafür aber dann doch zu ungeduldig und die Angst zu groß, dass die Handlung bis zum Ende vor sich hindümpelt. Bei „Wie du mir“ hat es sich allerdings gelohnt.

Was mich dann doch etwas verwirrt zurückließ, war eine Szene in einem Lagerhaus, wo das Handeln von Dana nur schwer nachvollziehbar ist. Auch die Beziehung zwischen Dana und Jason ist alles andere als klar. Ich hatte beim Lesen noch einige andere Kritikpunkte, aber die haben sich irgendwann verloren – mit etwas Geduld weiß „Wie du mir“ vortrefflich zu unterhalten.


Epilog: „Wie du mir“ von Amy Gentry ist ein vielseitiger und gleichzeitig zweiseitiger Psychothriller. Ein Thriller, der einige Themen in den Topf wirft, sich aber doch irgendwo auf eine Handvoll davon fokussiert. Die Protagonistin erzählt völlig unaufgeregt, was hier vor sich geht und insgesamt weiß „Wie du mir“ zu gefallen – wenn man ausreichend Geduld mitbringt.

Daten zum Buch 

Autor: Amy Gentry
Titel: Wie du mir
Originaltitel: Last Woman Standing
Übersetzung: Astrid Arz
Seiten: 416
Erschienen am: 25. Februar 2019
Verlag: C. Bertelsmann
ISBN-10: 3570103714
ISBN-13: 978-3570103715

[Rezension] Wiebke Lorenz: Einer wird sterben

Stella hat Angst. Riesengroße Angst. Ihr Mann Paul ist nicht da und gegenüber ihres Hauses steht ein Auto. Darin zwei Menschen. Sie sitzen einfach nur da und tun – nichts. Tagelang. Stella ist völlig alleine in der Villa, nicht mal ihr Kater, der Paulchen heißt und den Paul – unter anderem wegen des Namens – nicht mag lässt sich blicken, streunt wahrscheinlich draußen herum. Wissen die Leute etwa etwas von damals? Das kann nicht sein, keiner weiß etwas darüber. Sie hat bestimmt nichts verraten, sie hat gelernt, mit dieser Lüge zu leben, und Paul wäre schön blöd, etwas darüber auszuplaudern. Aber warum nur steht dieses Auto da? Stella verzweifelt…

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[Rezension] Sue Fortin: Sister, Sister – Zwei Schwestern. Eine Wahrheit.

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[Rezension] Elisabeth Norebäck: Das Schweigemädchen

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[Was. Wann. 04/19] Diese Bücher erscheinen im April

Bücher erscheinen immer, den Überblick zu bewahren ist nahezu unmöglich. Nicht so, wenn ihr beim Krimisofa vorbeischaut, denn ab diesem Jahr erscheint immer am Ersten des Monats ein – zumindest grober – Überblick über einige Neuerscheinungen im Krimi/Thriller/Horror-Segment. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber zumindest die Mainstream-Verlage sind halbwegs abgedeckt. Die Sofa-Hypeskala verdeutlicht, wie sehr ich persönlich mich auf einer Skala von 1-10 auf das Buch freue. Viel Spaß beim stöbern. Weiterlesen