[Q&A] Meredith Winter vom Sommerburg Verlag

Meredith Winter ist momentan das Aushängeschild des Sommerburg Verlags, eines Verlags, der sich den Slogan „Ladythriller vom Feinsten“ auf die Fahnen heftet. Da der Verlag noch recht jung ist, ist Winter auch noch die einzige Autorin dort. Im Zuge meiner Recherche zu ihrem aktuellen Ladythriller „Blutpsalm“ habe ich der Autorin einige Fragen zum Verlag und ihrem Buch stellen dürfen – und damit läutet Krimisofa.com eine neue Ära ein, denn das ist das erste eigenständige Interview auf dieser Seite. 

Krimisofa: Hallo, Frau Winter. Seit wann existiert der Sommerburg Verlag?

Meredith Winter: Der Sommerburg Verlag existiert seit März 2017 – also noch ein 6 Monate alter Säugling sozusagen 😀 Was heißt, dass er noch spuckt und nicht stubenrein ist 😛

Krimisofa: Wieso hast Du einen eigenen Verlag gegründet und publizierst nicht via Selfpublisher oder ähnliches?

Winter: Ich wollte eine Plattform für das Nischengenre: „Ladythriller – „Romantic Suspense“ erschaffen. Mainstream kann jeder 😀

Krimisofa: Auf der Verlagsseite scheinen fast nur Frauen auf – würdest du den Sommerburg Verlag als feministischen Verlag bezeichnen?

Winter: Absolut. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, dass ich nur Werke von weiblichen Autorinnen veröffentliche. Und auch das Netzwerk, das ich gegründet habe, besteht außer meinem Lektor quasi nur aus Frauen.

Krimisofa: Momentan bist du noch die einzige Autorin beim Sommerburg Verlag – gibt es Aussicht auf weitere Autorinnen?

Winter: Die gibt es … Nur ist das wie mit Dates: Man nimmt nicht jeden mit zu sich nach Hause 😛

Krimisofa: Meredith Winter ist nicht dein bürgerlicher Name – wieso publizierst Du unter einem Pseudonym?

Winter: Soll nicht jeder wissen, was für ein Schmuddelkram ich schreibe 😛 Hahahah, nein … das hat mit dem vorherigen Verlag zu tun, bei dem ich zuvor „Blutroter Frost“ veröffentlicht hatte. Der Verlagsgründer verstarb bedauerlicherweise im September 2016. Da seine Familie mit dem Nachlass überfordert war, wurde der Verlag trotz Insolvenz offiziell nie aufgelöst. Deswegen war ich gezwungen meine Bücher neu unter einem anderen Namen zu veröffentlichen.

Krimisofa: Wie hast du beim Part deiner Protagonistin Marlene hinsichtlich ihres Jobs als Prostituierte recherchiert? Es wirkt authentisch.

Winter: Ich habe mir tatsächlich nur eine einzige Dokumentation über das „Geizhaus“ in Hamburg angeschaut. Wow … und ich war mehr als schockiert. Darüber, dass es dort so etwas wie einen „Entsafter“ gibt und das es tatsächlich Männer gibt, die diesen Service in Anspruch nehmen – Letztendlich ist es nur ein Loch in der Wand – und Gott weiß wer könnte dahinter stehen. Und diese Frauen verdienen dabei nur 15€ !!! Ich finde das einfach furchtbar. Furchtbar, dass Männer so primitiv sexuell gepolt sind, dass sie aus Not zu einem Loch in der Wand gehen.Die Frauen in der Dokumentationen sprachen auch davon, das man irgendwann „Nutten Augen“ bekommt – diesen abgestumpften kalten Blick. Und das es manchmal bei Freiern zur Vergewaltigung kommt, obwohl es ja offiziell keine ist …Genau solche Aspekte habe ich versucht in meinem Roman einzubauen.

Herzlichen Dank für die Antworten.

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