[Q&A] Interview mit Nikolas Stoltz

Nikolas Stoltz hat mit „DREAM ON – Tödliche Träume“ gerade eben seinen ersten Thriller veröffentlicht und sich kurz für ein Interview aufs virtuelle Krimisofa gesetzt und neben seinem Buch auch darüber erzählt, was er in seiner Freizeit macht, was er gerne liest, und über den „gläsernen Bürger“, dem Thema, um das es in DREAM ON geht, gesprochen.

Zur Person Nikolas Stoltz :

Krimisofa: Hallo Nikolas, erzähl den Lesern bitte kurz, wer du bist.

Nikolas Stoltz: Mein Name ist Nikolas Stoltz, ich bin 44 Jahre alt, komme ursprünglich aus Lübeck und lebe heute mit meiner Familie in der Nähe von Bonn. Ich arbeite hauptberuflich seit knapp zwanzig Jahren im Marketing und Innovationsmanagement eines internationalen Telekommunikationskonzerns. In dieser Zeit habe ich die irrwitzigsten Situationen und Charaktere erlebt, die es wert waren, aufgeschrieben zu werden. Da ich persönlich Krimis und Thriller liebe, war schnell klar, dass mein Buch aus diesem Genre kommen muss. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport (Inlineskaten, Squash und Karate). Außerdem reise ich sehr gerne.

Krimisofa: Seit wann schreibst du Geschichten?

Nikolas Stoltz: DREAM ON – Tödliche Träume ist mein erster Roman. Ich habe vorher noch nie eine Geschichte geschrieben.

Krimisofa: Woher nimmst du die Inspiration zum Schreiben?

Nikolas Stoltz: Mein Kopf ist voller Ideen. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit, sie aufzuschreiben. Inspirationen lauern überall: auf Reisen, wenn ich auf spannende Orte treffe oder interessante Menschen kennenlerne. Darüber hinaus sammle ich viele Ideen in meinem beruflichen Umfeld, die in meine Geschichten einfließen.

Krimisofa: Hast du Autorenvorbilder?

Nikolas Stoltz: Ich lese gerne Jo Nesbo, David Baldacci und Dan Brown.

Zum Buch DREAM ON:

Krimisofa: Die meisten Bücher von deutschen Autoren spielen in Deutschland – warum spielt DREAM ON gerade in Las Vegas bzw. Venedig?

Nikolas Stoltz: Ich fühle mich wohler, wenn ich über ausländische Orte schreibe. Vielleicht, weil ich meine Fantasie dann selbst auf eine Reise schicken kann. Vor allem Venedig ist eine faszinierende Stadt, die ich schon oft besucht habe und die ich sehr liebe.

Krimisofa: Das Thema in deinem Buch, „gläserner Bürger“, ist relativ komplex, aber in Zeiten wie diesen auch irrsinnig brisant und kontrovers – wie hast du zu DREAM ON recherchiert?

Nikolas Stoltz: Ich habe in meinem beruflichen Umfeld sehr viel mit diesem Thema zu tun, sodass ich bereits auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen konnte. Darüber hinaus habe ich viel im Internet recherchiert und Bücher über die NSA sowie den Snowden-Skandal gelesen.

Krimisofa: Wie lange hast du an DREAM ON gearbeitet?

Nikolas Stoltz: Etwa anderthalb Jahre. Ich schreibe nebenbei, und nur dann, wenn ich Zeit und Muße habe. Im Laufe der Zeit entstehen auch immer wieder neue Ideen, sodass eine Geschichte förmlich reift, wie ein guter Wein.

Krimisofa: Wieso hast du die Thematik des „gläsernen Bürger“ mit dem Thema Träumen verbunden? Auf den ersten Blick besteht da kein Zusammenhang.

Nikolas Stoltz: Die virtuelle Traumwelt bildet eine Analogie zur heutigen Internetwelt. Viele Gefahren, die ich in meinem Buch beschreibe, sind auch heute schon präsent, wenn auch nicht ganz so extrem.

Krimisofa: DREAM ON ähnelt Marc Elsbergs ZERO bei der Thematik ziemlich. In einem Interview sagte Elsberg einmal, dass die Realität manchmal schneller ist, als er schreiben kann und er bei der Handlung seiner Bücher schon öfter nachjustieren musste. Wie nah an der Realität ist DREAM ON?

Nikolas Stoltz: Dem kann ich nur zustimmen. Meine Lektorin hat mich an der einen oder anderen Stelle ebenfalls darauf aufmerksam gemacht, dass die beschriebene Technologie „doch schon ein alter Hut sei“. Da musste ich dann nachjustieren. Ich habe bei DREAM ON aber vermutlich den Vorteil, dass „Träumen auf Knopfdruck“ nicht ganz so schnell zur Realität wird.

Krimisofa: Welche Tipps kannst du den Lesern bezüglich „gläserner Bürger“ geben? Wie soll man mit seinen Daten umgehen?

Nikolas Stoltz: Geblendet von den Vorteilen der elektronischen Vernetzung vergessen wir gerne, in welche Gefahren diese münden kann. Es ist sehr angenehm, wenn Google & Co. uns Vorschläge unterbreiten, was wir am liebsten lesen, oder wie lange wir zur Arbeit benötigen. Solange wir nicht darüber nachdenken, was „die“ noch alles von uns wissen. Fluch und Segen zugleich. Ich empfehle nicht, sich diesen Vorteilen zu verschließen. Das wäre weltfremd. Dennoch macht es Sinn, nicht allzu sorglos seine Daten im Internet zu verteilen.

Krimisofa: Gibt es schon Ideen für dein nächstes Buch, und wenn ja, willst du verraten, worum es ungefähr gehen wird?

Nikolas Stoltz: Zunächst einmal schreibe ich gerade an der Fortsetzung von DREAM ON. Es geht also in der Traumwelt weiter. Danach werde ich sicher im Genre der Science-Thriller bleiben.

Krimisofa: Herzlichen Dank für die Antworten.

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