[Rezension] Richard Laymon: Der verrückte Stan (23 Kurzgeschichten)

Ich bin kein Freund von Kurzgeschichtenbänden, war ich nie. Nun kam mit „Der verrückte Stan“ ein Kurzgeschichtenband von Richard Laymon auf Deutsch heraus – und ich brenne seit Jahren für Richard Laymon. Aber konnte er mich mit Kurzgeschichten überzeugen?

Das werde ich im Folgenden erörtern.

Einzelbewertung Gesamtbewertung
Plot: —
Atmosphäre: —
Charaktere: —
Spannung:
Showdown: —

Richard Laymon hat zeit seines Lebens einiges geschrieben – sein Leben war das Schreiben und das Schreiben war sein Leben. Laymon hat sich dem Horror-Genre verschrieben,  allerdings nicht im klassischem Sinne, sondern immer mit Augenzwinkern. Da gibt es Monster – wie etwa bei „Der Keller“ oder „Die Tür“ -, die alles wegvögeln, was nicht bei drei am Baum ist. Sex war nämlich Laymons zweites Steckenpferd, es gibt nahezu kein Buch von Laymon, in dem Sex keine Rolle spielt.


eintönig und repetitiv


So auch in „Der verrückte Stan“, in dem es bei den Kurzgeschichten oftmals um Sex oder Monster geht. Die Geschichten sind, wie eigentlich immer bei Laymon, sehr kurzweilig. In insgesamt 23 Kurzgeschichten bekommt man alles, was Laymon auszeichnet, in komprimierter Form geboten. Allem voran natürlich Unterhaltung, aber auch Grusel, Horror, Schwachsinn, und ein paar Monster.

Kann ich mich nach der Lektüre von „Der verrückte Stan“ mehr für Kurzgeschichten erwärmen? Nicht wirklich. Es gibt zwar mehr Abwechslung, dadurch, dass man immer eine neue und andere Geschichte liest; mit einer anderen Handlung und anderen Charakteren – aber gerade bei Laymon ist es dann doch meistens dasselbe und so wirkt die Sammlung dann doch etwas eintönig und repetitiv. Vor allem, was die verschiedenen Charaktere betrifft, die, dadurch, dass sie – Laymon-typisch – nur oberflächlich ausgearbeitet sind, meistens recht ähnlich sind. Deshalb habe ich zugegebenermaßen auch nicht jede einzelne Geschichte gelesen. Mein Lowlight davon war tatsächlich die titelgebende Geschichte „Der verrückte Stan“ – mein Highlight hingegen war  „Blarney“, die an Fiesheit nicht zu überbieten war.

Man kann „Der veverrückte Stan“ lesen, auf einmal oder immer mal wieder zwischendurch. Insgesamt ist man mit einem Buch á la „Das Ende“ oder „Das Auge„, bei dem eine ausgearbeitete und tiefgründigere Geschichte im Mittelpunkt steht,. besser dran. Aber das ist vermutlich Geschmacksache.

Daten zum Buch 

Autor: Richard Laymon
Titel: Der verrückte Stan
Originaltitel: Madman Stan 
Übersetzung: Doris Attwood
Seiten: 512
Erschienen am: 14. Dezember 2018
Verlag: Festa
ISBN-10: 3865527051
ISBN-13: 978-3865527059

Die Einzelbewertung fällt weg, weil dies bei Kurzgeschichten etwas schwierig ist.

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