[Vorschau #16] Nina Laurin – Böser als du denkst, Elisabeth Norebäck – Das Schweigemädchen, Sue Fortin – Sister, Sister, Wiebke Lorenz – Einer wird sterben, Amy Gentry – Wie du mir, Beate Maxian – Mord im Hotel Sacher

Der Bücherstapel steht hier und wartet darauf, abgearbeitet zu werden. Folgende Bücher werden in den nächsten Wochen in Form einer Rezension auf dem Krimisofa veröffentlicht. Die Klappentexte habe ich schamlos von den Seiten der Verlagsgruppen Random House, Droemer Knaur und Fischer geklaut  😉
Die Reihenfolge ist nicht endgültig, aber in der Regel wie hier dargestellt.. Die Rezensionstermine sind nur voraussichtlich – Änderungen vorbehalten.

Nina Laurin: Böser als du denkst

“… wird polizeilich gesucht. Falls Sie etwas über den Aufenthalt des Verdächtigen wissen, rufen Sie bitte folgende Nummer …”
Ich wende meinen Blick abrupt zum Fernseher und sehe das Gesicht meines Zwillingsbruders, in Lebensgröße. Es ist ein Schock, der mir den Atem raubt. Hier ist mein Bruder, den ich zum letzten Mal vor 15 Jahren sah – nach dem Brand, der unsere Eltern tötete. Rußbedeckt, die Hand um ein Feuerzeug gekrampft, die Knöchel hoben sich weiß ab von Staub und Asche.
Alle haben gesagt, er würde mal ein Herzensbrecher. Doch sein Gesicht ist jetzt eingefallen, Bartstoppeln bedecken Kinn und Wangen, seine Augen sehen stumpf aus.
Mein erster Gedanke: Er ist es nicht. Nicht mein schöner Bruder, der Golden Boy, den jeder liebte. Aber tief in meinem Inneren wusste ich immer, dass dies geschehen würde.
Was hast du diesmal getan, Eli? Was zum Teufel hast du getan?

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Nina Laurin hat mich mit „ESCAPE“ begeistert, mit diesem einnehmenden, atmosphärischen Schreibstil. Tatsächlich lese ich „Böser als du denkst“ gerade und es ist vermutlich noch besser als der Vorgänger.

Elisabeth norebäck: Das Schweigemädchen

Für einen kurzen Moment ist Stella unaufmerksam, in diesem Augenblick verschwindet ihre kleine Tochter Alice spurlos. Die Ermittlungen werden aufgenommen, Alice wird jedoch nie gefunden. Spuren weisen darauf hin, dass sie ertrunken ist, woraufhin sie für tot erklärt wird. Zwanzig Jahre später hat Stella ihr Leben wieder im Griff. Sie arbeitet als Psychotherapeutin und hat eine neue Familie. Als eines Tages eine junge Frau in ihre Sprechstunde kommt, wird Stella von einer Panikattacke übermannt. Sie ist überzeugt, dass es sich bei der jungen Frau um ihre tot geglaubte Tochter handelt. Die Begegnung ist der Auftakt einer gefährlichen Reise in die Vergangenheit. Stella will um jeden Preis herausfinden, was damals wirklich geschehen ist. Ist sie auf dem besten Wege verrückt zu werden oder soll sie ihrem Instinkt vertrauen?

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„Das Schweigemädchen“ ist das Debüt von Elisabeth Norebäck und der Klappentext klingt, als könnte es ein Buch nach meinem Geschmack sein. Ich bin mehr als gespannt.

Sue Fortin: Sister,Sister – Zwei Schwestern. Eine Wahrheit.

Eines wird Clare nie vergessen: den Tag, an dem ihr Vater ihre kleine Schwester Alice nach Amerika entführte. Nach zwanzig Jahren Ungewissheit kommt endlich ein Brief: Alice will ihre Familie wiedersehen. Überglücklich schließen sie die verloren Geglaubte in ihre Arme. Aber bald fallen Clare seltsame Dinge auf: Wieso trifft Alice heimlich Clares Chef? Was sucht sie nachts im Atelier von Clares Mann? Niemand nimmt ihre Bedenken ernst. Sie entdeckt, dass Alice ihre Kleider trägt – doch Alice behauptet, sie sei paranoid. Wer lügt, und wer sagt die Wahrheit? Eine von beiden spielt ein böses Spiel. Und jeder muss selbst entscheiden, wem er glaubt.

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„Sister, Sister“ klingt wie ein Buch, das mir gefallen könnte. Geheimnisvoll, düster, ein Psychothriller ganz nach meinem Geschmack. Das Buch liegt schon etliche Wochen hier – jetzt wird es gelesen.

Wiebke Lorenz: Einer wird sterben

Sie ist allein im Haus. Allein mit ihrer Angst.
Sie kann mit niemandem sprechen. Nicht einmal mit ihrem Mann.
Was wissen die Leute im Auto?
Und vor allem, was werden sie tun?

Eines Morgens steht es plötzlich da. Das schwarze Auto. Mitten in der ruhigen Blumenstraße in einem gehobenen Wohnviertel. Darin ein Mann und eine Frau, die reglos dasitzen.
Stundenlang, tagelang.

Nach und nach macht diese stumme Provokation die Anwohner nervös. Allen voran Stella Johannsen, die sich immer und immer wieder die eine Frage stellt: Was wissen sie? Über die schreckliche Nacht vor sechs Jahren, als Stella und ihr Mann Paul einen schweren Unfall hatten. Einen Unfall, bei dem ein Mensch starb.

Sind sie deswegen hier? Was werden sie tun? Und wie viel Zeit bleibt Stella noch?

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Es ist ewig her, dass ich ein Buch von Wiebke Lorenz gelesen habe. „Alles muss versteckt sein“ war nicht schlecht, dennoch hab ich danach nie wieder etwas von ihr gelesen. „Einer wird sterben“ klingt interessant und liegt schon eine Ewigkeit hier. Jetzt wird es gelesen, ich freue mich.

amy gentry: Wie du mir

Die junge Comedian Dana Diaz begegnet nach einem missglückten Auftritt der IT-Spezialistin Amanda. Als Frauen in typischen Männerberufen klagen sie sich ihr Leid, denn beide sahen sich in der Vergangenheit häufig mit sexuellen Belästigungen oder Übergriffen konfrontiert. Lange haben sie dies einfach erduldet, jetzt wollen sie selbst für Gerechtigkeit sorgen. Sie schließen einen Pakt: Jede soll sich an den Gewalttätern der anderen rächen. Nach kurzer Zeit übertrumpfen sich die beiden Frauen in ihren Rachespielen, geraten in eine Spirale aus Gewalt, Betrug und Täuschung. Bis sich Dana irgendwann fragt, ob sie ihrer neuen Freundin eigentlich wirklich blind vertrauen kann. Und was, wenn nicht? Wäre es dann für einen Absprung aus dem teuflischen Spiel nicht schon viel zu spät…?

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Amy Gentry hat „Good as gone“ geschrieben. Wollte ich immer lesen, doch es kam nie dazu. „Wie du mir“ klingt auf den ersten Blick wie ein nicht fertiggeschriebener Satz – ist es vermutlich auch, denn der Klappentext verdeutlicht ja, dass es um Rache geht. Ich mag solche Szenarien und freue mich dementsprechend auf das Buch.

Beate Maxian: Mord im Hotel Sacher

Im Hotel Sacher wird ein rauschendes Frühlingsfest gefeiert, und Journalistin Sarah Pauli ist für den Wiener Boten unter den illustren Gästen. Die Feier ist in vollem Gange, als plötzlich ein Schrei ertönt – in den Waschräumen wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wie sich herausstellt, war das Opfer Konditorin in einer nicht weit vom Sacher entfernten Patisserie. Die Boulevard-Presse hat schnell den Täter ausgemacht: Konditor Max Brücker, Chef und Exfreund der Toten. Sarah ist skeptisch und stößt bald auf rätselhafte Kuchenverzierungen und jede Menge dunkle Geheimnisse …

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Beate Maxian zählt zu meinen Lieblingsautorinnen. Nicht nur, weil die Sarah-Pauli-Reihe in meiner Heimatstadt spielt, sondern auch, weil Sarah Pauli eine sehr sympathische, bodenständige und bescheidene Person ist, die zu ihrem Job gekommen ist, wie die Jungfrau zum Kinde. Deshalb ist jeder Sarah Pauli ein must-read für mich.
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