[Was. Wann. 5/19] Diese Bücher erscheinen im Mai

Bücher erscheinen immer, den Überblick zu bewahren ist nahezu unmöglich. Nicht so, wenn ihr beim Krimisofa vorbeischaut, denn ab diesem Jahr erscheint immer am Ersten des Monats ein – zumindest grober – Überblick über einige Neuerscheinungen im Krimi/Thriller/Horror-Segment. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber zumindest die Mainstream-Verlage sind halbwegs abgedeckt. Die Sofa-Hypeskala verdeutlicht, wie sehr ich persönlich mich auf einer Skala von 1-10 auf das Buch freue. Viel Spaß beim stöbern.

Sebastian Fitzek & Vincent Kliesch – Auris

Verlag: Knaur | Seitenanzahl: 352 | Sofa-Hypeskala: 7/10

Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr …

Ich liebe Vincent Kliesch, aber mit Sebastian Fitzek hab ich immer wieder mal meine Probleme. Probleme, die ich nicht benennen kann, aber das Interesse an seinen Büchern verläuft bei mir wellenartig. Momentan hab ich wieder null Bock auf Fitzek, der für dieses Buch zwar nur Klieschs Muse aka Ideengeber ist, aber ich weiß nicht. Die Chancen, dass ich dieses Ding lese stehen momentan bei 50:50.

Lisa Jackson: Greed – Tödliche Gier

Verlag: Knaur | Seitenanzahl: 528 | Sofa-Hypeskala: 5/10

Prairie Creek, Wyoming, USA: Vor zwanzig Jahren vernichtete ein Feuer das Anwesen der Dillinger-Familie, kostete Judd Dillinger das Leben und ließ seine Freundin für immer verkrüppelt zurück. Man beschuldigte damals einen Serien-Brandstifter, der zu jener Zeit sein Unwesen trieb. Doch heute geschehen erneut ominöse Dinge in Prairie Creek …

Ira Dillinger, Patriarch der Familie, hat seine Kinder zu seiner bevorstehenden Hochzeit nach Hause beordert. Sein ältester Sohn ebenso wie dessen Geschwister sind keine großen Fans der Braut, die es in ihren Augen nur auf den Familien-Reichtum abgesehen hat. Doch sie scheinen nicht die einzigen zu sein, denen die anstehende Hochzeit ein Dorn im Auge ist. Erst wird die rituell gehäutete Leiche eines Kojoten auf der Dillinger-Ranch gefunden, dann brennt die Kirche ab, in der die Hochzeit stattfinden soll. Aus der Asche geborgen wird ein bizarr entstellter Leichnam …

Viele Köche verderben den Brei. Dieses Sprichwort viel mir sofort ein, als ich las, dass „Greed“ gleich von drei Bestseller-Autorinnen geschrieben wurden – die PR-Abteilungen der Verlage werden vermutlich sagen „Je mehr, desto erfolgreicher“. Lisa Jackson kenne ich bis dato nur von „You will pay„, was mir doch recht gut gefiel. Mal sehen, vielleicht wird es auch ein verdammt guter Brei.

Veit Heinichen – Borderless

Verlag: Piper | Seitenanzahl: 464 | Sofa-Hypeskala: 6/10

Commissario Xenia Zannier will sich an den Mördern ihres Bruders rächen. Ihr Hass gilt der skrupellosen Senatorin Romana Castelli de Poltieri, deren korruptes Netzwerk sich von Grado bis nach Rom, München, Berlin, Salzburg und Rijeka erstreckt. Bald setzt ein Frachter syrische Flüchtlinge vor dem Adria-Bad ab, und ein befreundeter Investigativ-Journalist wird brutal ermordet. Die Spur führt Xenia vom BND zu Waffenschiebereien über Kroatien in den Nahen Osten. Bei der Senatorin laufen alle Fäden zusammen, und Xenia ahnt, dass diese alles tun wird, um ihre Macht zu erhalten. Ein Roman von brennender Aktualität.

Bei Büchern, deren Eindruck erwecken, dass sie zu viel wollen – und das tut dieser hier bei mir -, bin ich immer sehr skeptisch. Allerdings sprechen mich die politische Komponente und Korruption dann doch an. Mal sehen, vielleicht lese ich es ja.

Gisa Pauly – Sturmflut

Verlag: Piper | Seitenanzahl: 440 | Sofa-Hypeskala: 4/10

Mamma Carlotta mag keine Lyrik, erst recht keine moderne, die sich nicht reimt. Als sie in der Zeitung liest, dass die Verlegerin Antonia Schäfer ein Lyrikfestival auf Sylt plant, ist sie dennoch Feuer und Flamme. Immerhin wird ihre Enkelin Carolin selbst bei dem Festival auf der Bühne stehen. Doch dann wird die Tochter der Verlegerin entführt – und für Mamma Carlotta beginnt das nächste Abenteuer.

Und während Frau Schäfer sich weigert, der Polizei das Verschwinden ihrer Tochter zu melden, und Carolin mit einem der Dichter anbandelt, kündigt sich Staatsanwältin Tilla Speck auf der Insel an – und bringt den unerschütterlichen Erik Wolf komplett aus der Fassung. Carlotta und Tilla begeben sich gemeinsam auf die Suche nach dem entführten Mädchen – und bald schon wird der rasanten Italienerin klar, dass ihr Bekannter Fietje Tiensch weit mehr mit der Entführung zu tun hat, als ihm selbst klar ist. Was Erik als Carlottas Schwiegersohn und Kriminalhauptkommissar von Sylt davon hält, dass er als letzter die Wahrheit durchschaut, fragen sich Carlotta und Tilla erst, als eine Sturmflut aufzieht und Erik plötzlich spurlos verschwindet …

Mamma Carlotta hat offenbar schon einiges erlebt, denn dies ist ihr dreizehnter Fall. Ein Sylt-Krimi also – nicht gerade mein favorisiertes Sub-Genre. Aber das mit der modernen Lyrik ist dann doch interessannt. Nennt man heute übrigens Poetry-Slam.

Hanne Holms – Fado fatal

Verlag: Piper | Seitenanzahl: 288 | Sofa-Hypeskala: 6/10

Olá Portugal! Reisejournalistin Lisa Langer will sich in Porto Wein und regionale Leckereien schmecken lassen, als sie in einem Gasthaus in der Altstadt auf das blanke Chaos trifft. Seit die Eltern der Wirtin auf mysteriöse Weise zu Tode kamen, geht es dort drunter und drüber. Kurzerhand beschließt sie nachzuforschen. Das führt Lisa zu einer grottenschlechten Fado-Sängerin, einer perfiden Polizistin – und in eine der schönsten Weinbauregionen der Welt, in der ebenfalls ein Wirt zu Tode kam. Doch als sie zu recherchieren beginnt, fällt die neugierige Deutsche bald Leuten auf, denen das gar nicht passt …

Ermittelnde Journalisten, das mag ich eigentlich sehr. Meine Lieblingsserie dahingehend ist die Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian. Insofern müsste ich eigentlich Feuer und Flamme für dieses Buch sein. Wäre nicht die Regio-Komponente (jaja, Sarah Pauli ist auch Regio, aber eben die Region, in der ich lebe). Wobei mich die grottenschlechte Fado-Sängerin dann doch auch interessieren würde. Also vielleicht lese ich das Buch ja wirklich 🙂

Valentina Nazarova – Hidden Track

Verlag: Piper | Seitenanzahl: 288 | Sofa-Hypeskala: 7/10

Als Nika dreizehn war, verschwand ihre Schwester Jen spurlos. Die Polizei stellte die Ermittlungen bald ein, doch Nika gab die Hoffnung nie auf, Jen eines Tages wiederzusehen. Als sie acht Jahre später zufällig auf ein altes Video stößt, das neue Hinweise zum Tag von Jens Verschwinden liefert, beschließt Nika, auf eigene Faust nachzuforschen. Ihre Reise führt sie von Sankt Petersburg nach London und schließlich nach Dover – und zu einer gefährlichen Wahrheit, die Nika in Lebensgefahr bringt …

Manchmal sinniere ich darüber, wie Bücher zu ihren Titeln kommen. Manchmal kann man es von vornherein durch den Klappentext oder auch ohne erahnen – hier nicht. Hier kommt man wohl im Laufe der Story drauf, wenn Nikas Schwester nicht gerade als Track bezeichnet wird. Immerhin stehen die Chancen, dass ich das Buch lese, bei 70% – vor allem die Russland-Komponente finde ich hier interessant.

Jörg Steinleitner – Tod im Abendrot

Verlag: Piper | Seitenanzahl: 336 | Sofa-Hypeskala: 4/10

Ein Doppelmord nahe des Flaucher-Biergartens erschüttert das sommerliche München. Ein Liebespaar wurde mit gezielten Schüssen aus nächster Nähe getötet. Kurz bevor es seinen Verletzungen erlag, gab eines der Opfer LKA-Präsident Karl Zimmerschied noch einen mysteriösen Hinweis: Es war ein Mörder ohne Gesicht. Zimmerschied steht vor einem Rätsel. Während er noch grübelt, erreicht ihn der Anruf einer alten Schulfreundin: Die Gymnasialdirektorin Sophie von Lavalle wird mit einem schlüpfrigen Video im Darknet erpresst. Der LKA-Präsident begibt sich in die Abgründe des Internets – und in große Gefahr …

Klingt nach einem 08/15-Krimi, bis auf den Fakt, dass hier ein Polizeipräsident ermittelt.Denn das ist weit weg von der Realität und der Teil des Klappentextes hat mir ein Schmunzeln entlockt. Und dann auch noch im Darknet, haha. Ein Polizeipräsident delegiert vielleicht, aber vielleicht tu ich dem Buch auch gerade unrecht.

Stefan Ahnhem – Zehn Stunden tot

Verlag: Ullstein | Seitenanzahl: 496 | Sofa-Hypeskala: 7/10

Helsingborg ist nicht mehr der idyllischen Ort an der schwedischen Küste, der er mal war. Während eine Reihe von Morden die Stadt erschüttert, kämpft Kommissar Fabian Risk gegen sein ganz persönliches Leid: Seine Familie droht an seiner Arbeit als Mordermittler zu zerbrechen. Aber sein Job ist sein Leben. Er kann nicht anders und nimmt sich der Aufklärung der Morde an, doch er findet keine Spur. Risk und seine Kollegen ahnen nicht, dass der Täter seine Opfer durch ein Würfelspiel rein zufällig auswählt, genau wie die Mordwaffe und den Tatort. So lassen sich keinerlei Verbindungen zu ihm herstellen. Wird dieser Fall ungelöst bleiben?

Ich bin durchaus angetan von dem Klappentext. Vor allem die Stadt, in der er spielt, finde ich interessant. In Helsingborg war ich literarisch noch nicht – zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Auch das Würfelspiel des Täters finde ich interessant. Aber mitten in einer Serie einsteigen (das ist der 4. Teil der Risk-Serie)? Hmmmm. Mal sehen.

Andrew Lane: AGENT IMPOSSIBLE- Undercover in New Mexico

Verlag: cjb | Seitenanzahl: 304 | Sofa-Hypeskala: 4/10

In einem Forschungsinstitut in New Mexico hat es mehrere Todesfälle gegeben. Dort werden streng geheime Waffensysteme für den MI6 entwickelt. Agentin Bex hat den Auftrag, zu recherchieren, ob jemand gegen die britischen Interessen arbeitet. Selbst kann sie das nicht tun, denn die Chefin des Sicherheitsdienstes kennt sie. So muss Bex Kieron noch einmal um Hilfe bitten und er reist an Bex‘ Stelle undercover nach Albuquerque – mit falschem Pass als junges Computergenie. Während Bex ermittelt, scheint etwas noch viel Unheilvolleres zu drohen: Kieron wird in den Nahen Osten entführt. Und nicht nur er ist in Gefahr, sondern Milliarden Menschen …

Ich kenne die Serie rund um diesen Kieron nicht und nach „Code Genesis“ von Andreas Gruber, was für mich nicht gerade Bestseller-Status hat, ist die Lust auf einen – vermutlich – jugendlichen Ermittler eher gemäßigt. Bex finde ich da wesentlich interessanter. Und bei Albuquerque muss ich unweigerlich an „Breaking Bad“ denken. Also vielleicht gehen das Buch und ich ja doch eine Beziehung ein.

Mike Nicol – SLEEPER

Verlag: btb | Seitenanzahl: 520 | Sofa-Hypeskala: 5/10

Zuerst wird der Energieminister ermordet. Dann bringt sich der ermittelnde Polizist um. Direkt vor den Augen von Freizeitdealer und Privatdetektiv Fish Pescado. Und er hinterlässt Fish eine Botschaft, die mit dem Fall zu tun hat. Also taucht Fish ab, in die dunklen Gegenden Kapstadts und bemerkt bald, dass es um etwas Gefährliches geht, etwas Großes. Der Name ISIS fällt, Uran spielt eine Rolle und das Gerücht, eine schmutzige Bombe solle in Paris gezündet werden, macht die Runde. Fish steckt bereits so tief in der Sache, dass er gar nicht auf die Idee kommt, die Angelegenheit könnte eventuell eine Nummer zu groß sein für ihn …

Was hier unweigerlich ins Auge springt, ist der Name des Privatdetektiven Fish. Ich will gar nicht wissen, wie viele Scherze er über seinen Namen ertragen muss – oder doch? Vielleicht ist Fish aber auch ein gängiger dänischer Name. Ansonsten klingt der Klappentext durchaus interessant, auch wenn die ISIS lange nicht mehr ISIS heißt und diese ohnehin nicht mehr viel zu melden hat. Mal sehen, vielleicht fliegt mir das Buch ja zufällig in die Hand.

Steen Langstrup – Die Insel

Verlag: Heyne | Seitenanzahl: 320 | Sofa-Hypeskala: 10/10

Du erwachst in einer paradiesischen Umgebung, auf einer kleinen tropischen Insel. Warmer Sand, Palmen, das glasklare weite Meer vor dir. Wie bist du hierhergekommen? Du fühlst dich nicht gut. Hast Schmerzen. Dann kommt die Erinnerung. Ein Tauchgang. Ihr seid vom Boot abgetrieben worden. Du – und deine Freundin Selina. Du siehst sie, nur wenige Meter entfernt. Sie ist schwer verletzt. Ihr Atem versiegt. Du kannst nichts tun. Sie stirbt in deinen Armen. Es wird Nacht. du bist ganz allein mit einer Toten. Oder?

Normalerweise mag ich Inselszenarien ja nicht so, ich habe auch nie das gleichnamige Buch von Richard Laymon gelesen. Aber ich freue mich wie ein Schneekönig auf dieses Buch, weil mich „Finale“ von Langstrup ausgezeichnet unterhalten hat. In diesem Sinne: shut up and take my money!

Minette Walters – In der Mitte der Nacht

Verlag: Heyne | Seitenanzahl: 544 | Sofa-Hypeskala: 3/10

September 1348: Seit Monaten wütet die Pest in Südengland. Lady Anne of Develish ist es gelungen, ihre Schutzbefohlenen in Sicherheit zu bringen. Doch die Versorgung wird mit der Zeit immer schwieriger. Ihr geliebter Verwalter Thaddeus ist losgezogen, um Vorräte zu beschaffen und weitere Überlebende zu retten. Da er als Bastard eines Leibeigenen über keinerlei Einfluss verfügt, nennt er sich mit Lady Annes Billigung kurzerhand »Milord of Athelstan«. Eine hochgefährliche Strategie: Auf eine derartige Titelanmaßung steht nichts anderes als der Tod. Der Plan geht gut, bis Hugh de Courtesmain auftaucht, der neidzerfressene ehemalige Verwalter von Develish. Thaddeus wird gefangengenommen und verhört. Wird Lady Anne ihn retten können, bevor er – und mit ihm die Gesellschaft von Develish – verloren ist?

Ich mag historische Romane – allerdings nur welche, die im 18. oder Anfang/Mitte 19. Jahrhundert . 1348 ist dann doch etwas weit weg. Sich damit zu identifizieren ist eine Herausforderung. Das Vokabular kommt dann vermutlich auch noch dazu. Auch wenn der Klappentext interessantes vermittelt, wird dieses Buch vermutlich nicht auf meinem Stapel landen.

Tony Kent: 3 2 1 – Im Kreis der Verschwörer (Print-Release)

Verlag: Heyne | Seitenanzahl: 624 | Sofa-Hypeskala: 8/10

3
London: Der hochrangige Politiker Mathewson wird bei einem Attentat vor einer großen Menschenmenge erschossen. Der Attentäter kann festgenommen werden, doch die Drahtzieher bleiben unerkannt.
2
Sicherheitschef Joe Dempsey, der spezialisiert darauf ist, Bedrohungen zu identifizieren und auszuschalten, erlebt das Undenkbare: Das politische Gefüge wankt, die britische Regierung scheint die Kontrolle zu verlieren.
1
Die junge Journalistin Sarah, die das Attentat live verfolgt hat, und der Anwalt Michael Devlin versuchen, die Wahrheit hinter den Toren der Macht aufzudecken … auf Leben und Tod.

Ein interessant strukturierter Klappentext. 3-2-1 – was bedeutet es? Drei Akte? Ein Countdown? Drei Teile? Mich spricht der Klappentext jedenfalls komplett an. Wenn ich freie Kapazitäten habe, wird dieses Buch gelesen.

Araminta Hall – The Couple

Verlag: Heyne | Seitenanzahl: 416 | Sofa-Hypeskala: 2/10

Mike und Verity sind das perfekte Paar. Und um seine Traumfrau glücklich zu machen, hat Mike nicht nur einen gut bezahlten Job angenommen, sondern auch ein wunderschönes Haus gekauft. Er würde alles für sie tun. Auch wenn das bedeutet, dass sie manchmal grausame Spiele spielen. Doch plötzlich trennt Verity sich von ihm und verliebt sich in einen anderen Mann. Mike wird der Boden unter den Füßen weggerissen. Sie antwortet nicht auf seine Anrufe und auch nicht auf seine Nachrichten. Aber dann wird ihm etwas klar: Ein neues Spiel hat begonnen und er muss Verity nun beweisen, wie weit er wirklich gehen kann …

Laut Heyne soll das ein Thriller sein, der Klappentext klingt wie ein Liebesroman. Ich habe das Buch auf meiner Liste als „lese ich vielleicht“ markiert, und ganz ehrlich – ich weiß nicht warum. Natürlich wird es vermutlich einen Twist geben, Mike muss den Nebenbuhler töten oder was weiß ich. Aber das vermittelt der Klappentext eben nicht. Ist mir zu unsicher, sorry.

Thomas Harris – Cari Mora

Verlag: Heyne | Seitenanzahl: 336 | Sofa-Hypeskala: 3/10

Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken.

Ich habe die Verfilmungen von Thomas Harris gesehen und habe danach „Das Schweigen der Lämmer“ und „Hannibal“ gelesen. Ich fand die Filme großartig, habe mich aber durch die Bücher gequält. Auch wenn der Klappentext vielversprechend klingt, werde ich mit Harris‘ Schreibstil vermutlich nicht mehr warm.

Uwe Wilhelm – Die sieben Gründe zu töten

Verlag: Blanvalet | Seitenanzahl: 432 | Sofa-Hypeskala: 6/10

Die ehemalige Staatsanwältin Helena Faber steht vor dem Nichts. Sie hat ihren Job und ihre Freiheit verloren, ihre Ehe ist gescheitert, und ihre beiden Töchter wurden vor ihren Augen entführt. Die Ältere, Katharina, konnte befreit werden, aber deren kleine Schwester Sophie bleibt verschwunden. Eine Spur führt nach Saudi-Arabien und obwohl ihre Mutter es mit allen Mitteln verhindern will, macht Katharina sich alleine auf die Suche nach Sophie. Eine gefährliche, eigentlich unmögliche Reise, die für Katharina den Tod bedeuten könnte. Helena hat keine Wahl – sie muss Katharina helfen, wenn sie nicht beide Kinder verlieren will …

Das ist der dritte Teil der Helene Faber Reihe. Bereits der erste hatte die 7 im Titel. Nach „Die sieben Farben des Blutes“, und so auch „Die sieben Kreise der Hölle“, und nun eben dieses. Ob die Teile zusammenhängen, kann ich nicht sagen. Uninteressant klingt der Klappentext allerdings nicht. Mal sehen.

Michelle Adams – Lügengift

Verlag: Goldmann | Seitenanzahl: 384 | Sofa-Hypeskala: 3/10

Nur mit Glück überlebt Chloe Daniels einen schweren Autounfall – doch seitdem kann sie sich an nichts mehr erinnern. Sie weiß nicht, wer sie ist, sie erkennt ihre Familie nicht, sie hat keine Ahnung, was am Abend des Unfalls und zuvor in ihrem Leben passiert ist. Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, zieht Cloe wieder zu ihren Eltern. Sie will ihre Amnesie überwinden, doch ihr Vater, ein angesehener Psychiater, drängt sie, die Vergangenheit loszulassen. Zudem darf sie das Grundstück nicht verlassen, die Tür ist mit einem Code gesichert. Und schließlich bestätigt sich Chloes schlimmste Angst: Sie kann ihren Eltern nicht vertrauen …

More of the same – au ja! Ganz ehrlich, solche Szenarien hatten wir doch schon zu Hauf. Am Ende erinnert sich die Hauptperson, kann sich befreien, Eltern werden verhaftet oder – noch wahrscheinlicher – getötet und Chloe beginnt ein neues Leben. Ende der Geschichte.

Martha Grimes – Inspektor Jury und der Weg des Mörders

Verlag: Goldmann | Seitenanzahl: 512 | Sofa-Hypeskala: 4/10

Robbie Parsons kennt als Taxifahrer jeden Winkel Londons. Nichts kann ihn aus der Ruhe bringen. Bis eines Tages zwei seiner Fahrgäste, David und Rebecca Moffit, beim Aussteigen wie aus dem Nichts erschossen werden – und der Mörder prompt in Robbies Taxi springt, um sich durch die Stadt chauffieren zu lassen. Doch zum Glück steigt der bewaffnete Fahrgast am Bahnhof Waterloo aus und verschwindet. Inspektor Jury ist schockiert, als er davon erfährt, denn er hat kurz zuvor Bekanntschaft mit dem sympathischen David gemacht. Eine erste Spur führt ihn in einen exklusiven Londoner Club. Und was er dort erfährt, stellt ihn vor ein Rätsel …

Das ist der 24. Jury-Krimi und trotzdem habe ich noch nie etwas von dieser Reihe gehört, geschweige denn gelesen. Das bedeutet natürlich nichts, es gibt bestimmt einige Reihen, von denen ich noch nie etwas gehört habe. 24 ist auch eine beachtliche Zahl – dennoch werde ich dieses Buch in absehbarer Zeit nicht lesen.

Petra Johann – Die Entführung

Verlag: Blanvalet | Seitenanzahl: 512 | Sofa-Hypeskala: 6/10

Als im September 2000 die Unternehmerstochter Lena und ihre beste Freundin Ronja Opfer einer Entführung werden, beginnt ein erbitterter Nervenkrieg zwischen dem Entführer, der sich »Der Vollstrecker« nennt, und den Familien der Mädchen. Obwohl die beiden Münchner Kripobeamten Eva Schaller und Jakob Schuster alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Mädchen zu retten, endet die Entführung in einer Katastrophe mit zwei Toten. Siebzehn Jahre später brechen alte Wunden wieder auf, als in einem Waldstück eine skelettierte Leiche gefunden wird. Plötzlich erscheinen die Ereignisse von damals in einem noch viel erschreckenderen Licht.

Hmmm, auch solche Szenarien gab es schon oft, wenn auch nicht in jeder Einzelheit. Was natürlich neugierig macht, ist, welche zwei Menschen damals getötet wurden. Die zwei Entführten? Zwei Polizisten? Der selbsternannte „Vollstrecker“ und noch jemand? Das macht dann doch Lust darauf. Und die skellektierte Leiche tut ihr Übriges dazu.

J.P. Smith – Sommertod

Verlag: Goldmann | Seitenanzahl: 400 | Sofa-Hypeskala: 7/10

Alle sieben Jahre, so erzählen sich die Kinder am Lagerfeuer, verschwindet aus dem Feriencamp ein Junge. Jetzt ist es wieder soweit. Und tatsächlich fehlt von Joey Proctor plötzlich jede Spur. Das ängstliche Kind war von einem Betreuer allein auf einem Floß im See zurückgelassen worden. Seither wird Joey vermisst – und bleibt es. Zwanzig Jahre später ist aus Alex Mason, dem Betreuer von damals, ein millionenschwerer Immobilieninvestor geworden. Von den Ereignissen jenes Sommers hat Alex niemandem erzählt. Aber wie kommt auf einmal Blut ins Wasser seines Pools? Wer filmt nachts seine Familie im Schlaf? Und das ist erst der Anfang des Albtraums. Ist Joey zurückgekommen, um sich zu rächen?

Ein interessantes Setting, gefällt mir. Wenn ich freie Kapazitäten habe, werde ich mir dieses Buch zu Gemüte führen.

Jörg Maurer – Am Tatort bleibt man ungern liegen

Verlag: Fischer- | Seitenanzahl: 384 | Sofa-Hypeskala: 3/10

Ein schöner Fassadenschmuck war das alte Feuerrad am Holzhaus der Rusches im idyllisch gelegenen Kurort. Aber jetzt liegt Alina Rusche tot in ihrem Garten, erschlagen vom herabgestürzten Rad. Kommissar Jennerwein ist überzeugt, dass es kein Unfall, sondern Mord war. Doch warum musste die Putzfrau sterben? Hatte sie bei ihrer Arbeit Dinge erfahren, die gefährlich waren? Jennerwein befragt pikierte Honoratioren und redselige Ladenbesitzer. Als der Direktor der KurBank zugibt, dass Alina für ihn geputzt hat, führt die Spur direkt in den legendär sicheren Schließfachraum. Hier ruhen versteckt und verriegelt genügend Geheimnisse, für die sich ein Mord lohnt. Der gesamte Kurort gerät in Aufregung, denn Jennerwein ermittelt in alle Richtungen. Das einzige, was er dabei nicht erahnt, ist der nächste Tatort…

Dass ich kein allzu großer Fan von Regiokrimis bin, habe ich, denke ich, bis dahin hinlänglich klar gemacht. Ausnahmen bestätigen die Regel. Dieser hier ist zwar durchaus interessant, weil hier offensichtlich ein Kampf zwischen oben gegen unten, vermeintlich böse gegen gut stattfindet – dennoch stehen die Chancen nicht allzu gut, dass ich dieses Buch lese.

Ben Aaronovitch – Die Glocke von Whitechapel

Verlag: dtv | Seitenanzahl: 400 | Sofa-Hypeskala: 6/10

Constable und Zauberlehrling Peter Grant steht vor seiner größten Herausforderung: Das Schicksal Londons steht auf dem Spiel. Der gesichtslose Magier, verantwortlich für grauenvolle übernatürliche Verbrechen, ist zwar endlich demaskiert und auf der Flucht. Doch er verfolgt einen perfiden Plan, der ganz London in den Abgrund stürzen könnte. Um den Gesichtslosen zu stoppen, muss Peter all seine magischen Kräfte aufbieten – und einen bösen alten Bekannten kontaktieren: Mr. Punch, den mörderischen Geist des Aufruhrs und der Rebellion.

Ich kann diesem Subgenre, diesen Fantasykrimis, durchaus etwas abgewinnen. Tatsächlich habe ich den ersten Teil der Peter-Grant-Reihe sogar gelesen – vielleicht weil im Titel „Baker Street“ vorkommt, mit Sherlock-Holmes-Anspielungen kriegt man mich immer. Dieses Buch steht in meiner engeren Auswahl – mal sehen, ob ich es wirklich lese.

Alex Beer – Der dunkle Bote

Verlag: Limes | Seitenanzahl: 400 | Sofa-Hypeskala: 8/10

Wien im November 1920: Ein unerwarteter Kälteeinbruch hat die Ernten vernichtet, jeder dritte Mann ist arbeitslos, und das organisierte Verbrechen hat Hochkonjunktur. Doch der Mordfall, der jetzt die Stadt erschüttert, übertrifft alles bislang Dagewesene: Ein Toter wird bizarr zugerichtet und von einer Eisschicht bedeckt aufgefunden. Kurz darauf taucht ein Bekennerschreiben auf. Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter ermitteln – und das ist nicht das einzige Rätsel, das sie zu lösen haben, denn noch haben sie Xaver Koch nicht aufgespürt, den Mann, der Emmerichs Lebensgefährtin entführt hat und der sich als gefährlicher Gegner entpuppt …

Auch wenn ich „Die rote Frau“ schlechter fand als „Der zweite Reiter„, bin ich heiß auf den neuen Krimi über August Emmerich. Das Setting – Wien in der Nach- bzw. Zwischenkriegszeit – finde ich immer noch interessant. Zumal Alex Beer die Fakten stets akkurat recherchiert. Dieses Buch wird gelesen – da kann kommen was will.

Inge Löhnig – Unbarmherzig

Verlag: Ullstein | Seitenanzahl: 384 | Sofa-Hypeskala: 6/10

Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.

Dieses Buch kann man seit ungefähr einem halben Jahr bei Netgallery anfordern. Ich hab nicht zugegriffen – zu wenig reizt mich das Setting, zu wenig reizt mich die Autorin, obwohl ich sie sogar kenne und das Buch nicht mal so schlecht fand, das ich damals gelesen habe. Manchmal reicht „nicht mal so schlecht“ aber eben nicht.

 

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