[Podcast-Sofa #2] Die True-Crime-Podcast-Ecke – heute mit: Mordlust

Meine zweite große Leidenschaft neben Bücher sind Podcasts, und letztens ist mir aufgefallen, dass ich ziemlich viele True-Crime-Podcasts abonniert habe oder in der Vergangenheit abonniert hatte. Und da dachte ich mir, ich mache eine neue Kategorie auf und stelle Euch immer mal wieder einen Podcast vor – willkommen auf dem Podcast-Sofa. Heute auf dem Podcast-Sofa: Mordlust.


 

Mordlust“ ist ein Podcast von Funk. Funk ist das junge Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender Deutschlands. Präsentiert wird der Podcast von Laura Wohlers und Paulina Krasa, die in jeder Episode jeweils einen Kriminalfall vorstellen. Die Laufzeit der Folgen, die alle zwei Wochen immer mittwochs erscheinen, belaufen sich bei rund 1,5 Stunden. Eingeleitet wird der Podcast von einem nicht unumstrittenen Intro, bei dem eine Frau einfach nur „Mordlust“ ins Mikro haucht. Auch in der „hauseigenen“ Facebook-Gruppe wurde dies breit diskutiert.

Das Asset des Podcasts ist nicht nur, dass er – aufgrund des öffentlich-rechtlichen Status – werbefrei ist, sondern auch, dass es direkte Reaktionen der Moderatorinnen gibt, da beide den jeweils anderen Fall nicht kennen – da kann es schon passieren, dass plötzlich Tränen fließen oder ein fassungsloses „Ach Quatsch“ dazwischen gerufen wird.

Es kommt auch vor, dass zwischendurch gelacht wird, da beide Moderatorinnen laut eigenen Aussagen einen morbiden Humor haben. Das ist aber nie despektierlich gemeint, sondern eher ein „comic relief“, wie zu Beginn einer jeder Folge betont wird – dass man das Wortkonstrukt, das seinen Ursprung in der Filmbranche bzw. der Literatur hat, in einem öffentlich-rechtlichen Medium kurz erklärt, hält man nicht für nötig. Nach dem Motto „Google ist doch gleich ums Eck“.

Und dann findet der Bildungsauftrag doch noch seinen Platz – nämlich beim Aha! Das Aha! ist eine Kategorie, die gewisse Themen näher erläutert. Dazu ziehen die zwei auch gerne Experten zurate, die durch Audiomitschnitte in den Podcast eingepflegt werden.

„Mordlust“ war tatsächlich mein erster True-Crime-Podcast, vor allem, weil es damals außer „Zeit Verbrechen“ im deutschsprachigen Raum nichts gab. Mittlerweile höre ich diesen Podcast nicht mehr, weil es Tonnen besserer True-Crime-Podcast gibt. Unter anderem störe ich mich an dem Geltungsdrang der beiden, was beim Titelbild des Podcasts beginnt (siehe oben bzw. unten) – mir ist es nämlich völlig wurscht, wie die Menschen aussehen, die einen Podcast machen. Hauptsache, die Qualität stimmt. Aber auch, weil mir die Folgen zu lange sind. Eine Stunde ist für mich bei True-Crime-Podcast so ziemlich die Obergrenze.

Den Podcast kann man definitiv hören – und wer nichts gegen ein zweifelhaftes Demokratieverständnis hat (siehe Link oben), sollte sich auch an der Facebook-Gruppe beteiligen (großteils geht es dort gesittet zu).

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[Podcast-Sofa] Die True-Crime-Podcast-Ecke – heute mit: Dunkle Spuren

Meine zweite große Leidenschaft neben Bücher sind Podcasts, und letztens ist mir aufgefallen, dass ich ziemlich viele True-Crime-Podcasts abonniert habe. Und da dachte ich mir, ich mache eine neue Kategorie auf und stelle Euch immer mal wieder (grob einmal im Monat) einen Podcast vor – willkommen auf dem Podcast-Sofa. Heute auf dem Podcast-Sofa: Dunkle Spuren.


Dunkle Spuren“ zählt zu meinen Lieblings-True-Crime-Podcasts. Jeden Freitag erscheint eine neue Ausgabe. Das Besondere bei diesem Podcast ist, dass ungeklärte Fälle besprochen werden, genau genommen ist es also ein Cold-Case-Podcast. Die Fälle finden alle in Österreich statt, und moderiert wird der Podcast von Stephan Andrejs, dessen ruhige Stimme sehr angenehm zu hören ist. Andrejs ist Chef vom Dienst bei der österreichischen Tageszeitung „Kurier“ und der Podcast ist ebenfalls ein Produkt des „Kurier“ (deshalb das K im Logo). Ihm zur Seite sitzt immer eine zweite Person, die einen Fall, den sie recherchiert hat, präsentiert. Dabei werden auch immer wieder Audiomitschnitte eingespielt – befragte Anwohner, Freunde der Opfer, Ermittler, etc. –, auf die Andrejs investigativ reagiert.

Der Podcast erscheint in Staffeln, es gibt also immer wieder wochenlange Pausen, die allerdings gerne mit Spezialfolgen gefüllt werden, in denen diverse Menschen aus dem kriminalistischen Umfeld interviewt werden – Tatortreiniger etwa. Die Folgen gehen zirka 30-45 Minuten lang und zwischendurch werden andere Podcasts aus dem „Kurier“-Kosmos beworben. Am Ende der Folgen wird immer zur Hilfe aufgerufen, damit die Fälle gelöst werden – da ich nicht jede Folge gehört hab – ich höre ihn seit Anfang 2020, deshalb fehlt mir etwa ein halbes Jahr – weiß ich nicht, ob durch den Podcast schon Fälle gelöst wurden. Jedenfalls ein hörenswerter Podcast.

Kennt ihr, oder habt ihr womöglich selber einen True-Crime-Podcast? Schreibt es in die Kommentare.

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