[Rezension] Simon Lelic: Liar’s Room – ZWEI LÜGNER, EIN RAUM, KEIN ENTKOMMEN

Susanna ist Psychotherapeutin und empfängt einen neuen Klienten. Sie schätzt ihn auf ungefähr 19 und er gefällt ihr, sie findet ihn attraktiv. Er ist schüchtern und wirkt anfangs unsicher. Irgendwann fasst er schließlich Mut und erzählt ihr, dass er ein Mädchen kennengelernt hat, sie ist etwas jünger als er und er beschreibt sie als wunderschön. Doch er hat Angst – davor, ihr wehzutun. Er erzählt ihr von seiner Kindheit, davon wie ihm immer wehgetan wurde – nicht aktiv, aber sein Vater hat auch nicht eingegriffen, wenn er von anderen verprügelt wurde. Er hasst seinen Vater deshalb; seine Mutter hat er verloren, als er fünf war. Nun hat er eben dieses Mädchen kennengelernt, von der er jetzt ein Foto aus der Tasche zieht – darauf Susannas Tochter Emily. Adam, Susannas Klient, hat sie gefangen genommen – um sie freizubekommen, muss sich Susanna mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Einer Vergangenheit, die sie verdrängt hat  … Weiterlesen

[Rezension] Camilla Way: Das Böse in ihr

Eines abends kommt Luke nicht mehr heim. Vielleicht liegt er irgendwo herum und nücĥtert sich aus, denn Luke feiert gerne und exzessiv. Luke ist ein Lebemann, der es liebt, im Mittelpunkt zu stehen. Doch Clara denkt nicht, dass er irgendwo seinen Rausch ausschläft, sie macht sich Sorgen und diese werden immer größer. Lukes Handy liegt daheim, er hat vergessen, es zur Arbeit mitzunehmen. Auch sein bester Freund Mac hat keine Ahnung, wo er ist. Die Polizei nimmt sich der Sache zwar an, Clara und Mac fangen aber auch selber an zu suchen, kontaktieren Lukes Eltern und Lukes sonderbaren Bruder Tom. Auch Claras Nachbarin macht sich verdächtig. Und plötzlich meldet sich Emily bei Clara. Emily ist Lukes Schwester, die vor zwanzig Jahren ihre Familie von heute auf morgen verlassen hat. Ist ihr Luke gefolgt …? Weiterlesen

[Rezension] Karen Sander: Wenn ich tot bin

Nach fast zehn Jahren steht Madelin plötzlich vor ihrem Elternhaus. Zehn Jahre, in denen ihre Mutter nicht wusste, wo sie ist. Zehn Jahre voller Ungewissheit. Susan freut sich, ihre Tochter wieder in ihre Arme schließen zu können  – doch die Freude währt nicht lange, denn nachdem Susan kurz einkaufen war, ist Madelin wieder weg. Ihr Mann liegt blutüberströmt am Boden und ihre jüngere Tochter Harper sagt kein Wort mehr. Kate soll Madelin gemeinsam mit ihrem Partner Tom, mit dem sie bei der Police Scotland arbeitet, wieder finden und heimholen. Tom betreut die Familie der abermals Vermissten schon seit deren ersten Verschwinden, doch die Suche scheint aussichtslos, denn Madelin könnte praktisch überall sein …

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[Rezension] Natasha Bell: Alexandra

Marc ist verzweifelt, denn seine Frau Alexandra ist verschwunden. Den Kindern erzählt er irgendeine Lügengeschichte, und hofft dabei gleichzeitig auf die Polizei. Alexandra ist indes gefangen, bekommt aber alles mit. Sie liest die Befragungsprotokolle der Polizei und sieht die öffentlichen Aufrufe von Mark. Es vergehen Tage, Wochen, Monate – Alexandra taucht nicht auf und Mark ergibt sich der Ohnmacht, der er ausgesetzt ist. Eines Tages hat die Polizei eine heiße Spur: An einem Fluss finden sie Kleider und Blut – eine große Menge Blut. Ist Alexandra tot? Ist sie im Fluss ertrunken? Wurde die Leiche im Fluss versenkt? Marc glaubt nicht daran, dass seine Ehefrau tot ist, auch wenn das Gewand ganz klar ihr gehört. Er verfolgt eine ganz andere, eine hoffnungsvollere Spur – ihn zieht es nach New York, wo eine ehemalige Kommilitonin von Alexandra lebt …  Weiterlesen

[Rezension] Vincent Kliesch / Sebastian Fitzek: Auris

Matthias Hegel ist forensischer Phonetiker. Er hat das absolute Gehör und hört Dinge, die sonst keiner hört. Er hört Unsicherheit in Stimmen, Nervosität und Angst. Hegel arbeitet deshalb für die Polizei und kommt zum Beispiel bei Geiselnahmen zum Einsatz. Zumindest tat er das bis vor einem Jahr, denn heute sitzt Hegel in Haft. Er hat eine Obdachlose unnötig brutal ermordet und sich danach selbst gestellt. Aber ist er wirklich schuldig? Diese Frage geht Jula nach. Jula arbeitet beim Radio und betreibt privat einen True-Crime-Podcast, spricht dort also über reale Kriminalfälle – so auch über Hegels Fall, denn sie glaubt an seine Unschuld. Nun hat sie einen heißen Tipp bekommen. Eine neue Spur, um seine Unschuld zu beweisen. Doch dann bekommt sie einen Drohanruf, dass sie die Finger von dem Fall lassen soll. Als sie das nicht tut, wird ihr geschätzter Halbbruder Elyas entführt. Nun ist Jula in einer Bredouille … Weiterlesen

[Rezension] Elisabeth Norebäck: Das Schweigemädchen

Einst hatte sie eine Tochter, bis sie spurlos verschwand. Ertrunken sei sie, sagen alle – sie glaubt ihnen nicht. Heute, zwanzig Jahre später, ist Stella Psychotherapeutin, hat einen neuen Mann und einen Sohn. Die Familie ist glücklich, bis plötzlich Isabelle in Stellas Praxis auftaucht. Ist Alice, ihre verschwundene Tochter, von den Toten auferstanden? Denn es gibt ein paar körperliche Merkmale, die sie das glauben machen Stella verbeißt sich in dieser Idee – das hat sie schon einmal und wurde daraufhin in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Doch diesmal ist es anders, denkt sie. Keiner glaubt ihr. Wie damals. Die Situation bringt ihr Leben aus dem Gleichgewicht, die Familie ist nicht mehr glücklich. Und irgendwann glaubt Stella selbst, verrückt zu werden …

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[Rezension] Claire Kendal: Die zweite Schwester

Miranda ist seit zehn Jahren spurlos verschwunden, vor einigen Jahren wurde sie für tot erklärt. Zurückgelassen hat sie einen Sohn, der von seinen Großeltern und seiner Tante Ella aufgezogen wird. Wer der Vater ist, ist unbekannt. Nun will Ella herausfinden, was mit ihrer Schwester passiert ist – ob sie tatsächlich tot ist. Also geht sie einigen Spuren nach, die sich aufgetan haben, denn sie will endlich Gewissheit haben. Vor allem ihr Neffe Luke soll Gewissheit haben, was mit seiner Mutter passiert ist. Doch Ella kämpft allein an der Front, denn weder ihre Eltern, noch ihr Kindheitsfreund und Polizist Ted unterstützen sie. Also sucht sie alleine. Doch ganz so alleine ist sie dann doch nicht – und begibt sich dabei in Gefahr …  Weiterlesen

[Rezension] Patrick Burow: Tödlicher Irrtum – Projekt Unschuld

Professor Heckscher wird zunehmend zur Plage. Er beleidigt seine Studenten und zu allem Überfluss ist er dem Alkohol – freundlich ausgedrückt – nicht abgeneigt. Also wird kurzerhand das Institut für Justizirrtümer geschaffen. Dieses Institut prüft abgeschlossene Fälle auf ihre Richtigkeit. Der Fall der getöteten Nele ist einer davon. Die Schwester von Jan Virchow richtet sich an das Institut – sie ist davon überzeugt, dass ihr Bruder die Neunjährige nicht getötet hat und zu unrecht in der Psychiatrie sitzt. Das Problem: Jan ist geständig. Florian und Saskia sind mit ihrem Jurastudium fast fertig und arbeiten ebenfalls im Institut für Justizirrtümer; sie untersuchen den Fall. Und dabei decken sie Unfassbares auf … Weiterlesen

[Rezension] Charlotte Link: Die Suche (Kate Linville – Band II)

Kate Linvilles Haus bei Scarborough wurde von den Mietern verwüstet und die Mieter sind zudem spurlos verschwunden. Nun muss sich Kate extra dafür Urlaub nehmen und die Schäden beheben – das Haus will sie danach verkaufen. Als sie in der Zeit in der Pension der Goldsbys wohnt, bekommt sie mit, dass die Tochter der Familie verschwunden ist. Immer wieder verschwinden in der Gegend junge Mädchen; vor drei Jahren Hannah, dann Saskia, deren Leiche gerade in den Hochmooren gefunden wurde, und nun Amelie – oder ist das alles Zufall, weil Amelie nicht auf die Exkursion nach Schottland will? Kate interessiert sich für den Fall, auch wenn er nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fällt, schließlich arbeitet sie bei Scotland Yard in London. Dennoch kann sie es nicht lassen und ermittelt inoffiziell – und begibt sich damit in höchste Gefahr … Weiterlesen

[Rezension] D.B. John: Stern des Nordens

Sie vermisst ihre Zwillingsschwester und weiß, dass sie am Leben ist; auch wenn alle anderen das Gegenteil behaupten.
Jenna Williams unterrichtet an der Uni in Washington und zählt zu den klügsten Köpfen im US-Bundesstaat Virginia. Das schindet Eindruck beim CIA, denn dieses will sie von der Uni abwerben. Zuerst will Jenna nicht, doch dann entscheidet sie sich doch dafür, die zehnmonatige Ausbildung auf der „Farm“ zu absolvieren. Vor allem, weil sie darauf hofft, so ihre Schwester Soo-min zu finden, die vor zwölf Jahren gemeinsam mit ihrem Freund ertrunken sein soll.
Oberstleutnant Cho Sang-ho ist Beamter in Nordkorea – er gehört, wie sein Bruder, zur Elite des isolierten Landes, in dem sich alles um den Führer, den General, den Leitstern des einundzwanzigsten Jahrhundert, Kim Jong-il, dreht. Doch Cho hat Angst, denn seine Vorfahren könnten dem Führer schlecht gesinnt gewesen sein – und wenn er das herausfindet, wären die Karrieren von ihm und seinem Bruder schlagartig beendet … Weiterlesen